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Sag mir, was ist Liebe

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  Sag mir was ist Liebe? Kind, weißt du denn was Liebe ist? Es ist, als wäre Liebe etwas, was sich die Großen genommen und für sich beansprucht haben. Sie reden von Liebe, von Traualtar und weißem Kleid, von den drei magischen Worten, die man nur selten mit jemanden teilt. Die man sich aufhebt, für die besondere Person, die man schon Jahre kennt und die einen doch hinter dem Rücken betrügt, während sie deinen Namen nennt. Es soll Liebe sein, wenn man zusammenwohnt, sich einen Kühlschrank und dasselbe Bett teilt, damit es sich erst richtig lohnt. Es soll Liebe sein, wenn man in der Kirche dann das eine große Wort sagt, und somit den nächsten riesigen Schritt in ein Leben zusammen wagt. Ein Leben zu zweit was vorher schon nicht perfekt war, zu dritt oder zu viert soll es nun perfekt werden, wie wunderbar. Doch ein Leben was auf einem einzigen „Ja“ aufbaut, glaube mir, dass wird einem schnell wieder geklaut. In guten wie in schlechten Zeiten, so gilt das Versprechen, doch

Von Veränderungen, Entscheidungen und die Kunst Loszulassen

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  Veränderung ist oft nicht einfach. Denn sie verändert uns. Sie verändert unsere Gewohnheiten, aber manchmal auch unsere Prinzipien. Ich denke, dass Menschen die Veränderung oft nicht mögen. Gerade dann, wenn sie unerwartet eintritt. Denn Menschen sind nun mal Gewohnheitstiere. Gerade hat man es sich bequem gemacht, sich in der neuen Situation eingerichtet, Routine gefunden – zack, von jetzt auf gleich fällt etwas wichtiges weg. Sei es der sichere Arbeitsplatz oder die langjährige Beziehung. Aber auch wenn man einen Menschen erst neu kennenlernt und man merkt, dass es einem in seiner Nähe gefällt und dann plötzlich der Kontakt abbricht, dann kann das genauso schmerzhaft sein.    Denn dann muss man die Dinge wieder neu sortieren und sich an die neuen Umstände anpassen. Mit manchen Dingen können wir besser umgehen als mit anderen. Jeder Mensch bringt Veränderung mit in unser Leben mit. Der eine mehr, der andere weniger. Und mit manchen Dingen oder Situationen können wir besser umgehen a

Mein Körper gehört mir! - Oder?

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  Für mich war sexuelle Freiheit schon immer wichtig gewesen. Ich möchte darüber entscheiden, wann, mit wem, wo und wie oft ich Sex haben möchte. Doch das ist als Frau manchmal ganz schön schwierig. Dennoch fühle ich mich privilegiert, dass ich als deutsche, weiße Frau meine Sexualität meist so ausleben kann wie ich es mir gefällt, denn ich weiß, dass es Kulturen gibt, in denen Frauen ein solches Privileg fehlt und sie hart dafür bestraft werden, wenn sie ihre sexuellen Freiheiten ausleben (wollen). Aber weiß ich auch, dass es trotz der Kämpfe und der Emanzipation der Frauen in Deutschland der letzten hundert Jahre, es immer noch Stigmatisierungen und Diskriminierung gegenüber Frauen gibt, die sich sexuell gesehen das nehmen, was sie wollen. Und auch der Blick der Gesellschaft, gegenüber den Frauen, die selbstbewusst zu ihrem Körper und ihrer Sexualität stehen, ist eher ein strafender. Frauen werden auch heutzutage noch immer verurteilt, wenn sie sich herausnehmen, ihre Sexualität frei

Ghosting - Wenn nichts mehr kommt...

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  Seit Stunden schon starre ich in regelmäßigen Abständen immer wieder auf mein Handy. Nicht ohne Grund, denn ich warte sehnlichst auf eine Nachricht. Nicht nur auf irgendeine, auf DIE eine. Und mit jeder Stunde, ja mit jeder mit jeder Minute die vergeht, werde ich innerlich unruhiger. Und ich realisiere immer mehr, dass da wohl nichts mehr kommt.      Stattdessen kommen in mir heftige Emotionen hoch. Enttäuschung, Trauer, Wut, Angst, meist alles zur gleichen Zeit. Doch am schlimmsten ist die Ohnmacht, die einen überkommt, das Gefühl hilflos und ausgeliefert zu sein, gegenüber der anderen Person. Es ist, als ob ich nach einem kurzen Höhenflug mit der doppelten Geschwindigkeit wieder auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt werde, das Aufprallen auf dessen ist schmerzlich und grausam. Ich frage mich, warum diese, ja gerade diese Person, in die ich alle glücklichen Gefühle und alle Hoffnungen hineinprojiziert habe, nach kurzer Zeit so grausam zu mir sein kann. Gerade noch, ja es ist nur

Glaubenssatz: Ich bin eine Hochstaplerin (Hochstaplersyndrom)

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  Ich bin eine Hochstaplerin in meinem Job. Zumindest denke ich das. Was ist, wenn ich eigentlich nichts kann? Was, wenn meine Maske, meine Verkleidung irgendwann auffällt und dann der Mensch zum Vorschein tritt, den ich die ganze Zeit mit mir herumtrage? Was wenn das alles, was ich bereits geschafft habe, in Wahrheit eigentlich nur eine Lüge ist? Meine Bemühungen nichts gebracht haben, meine Erfahrungen nicht so wertvoll sind, meine Talente eigentlich doch nicht dem entsprechen, wie sie äußerlich wirken? Wenn ich doch nur alles vortäusche, einen Menschen, der fähig und stark ist, den die Leute von außen sehen, aber im Inneren doch so klein ist?      Diese Glaubenssätze sind so stark in meinem Kopf verankert. Denn, es gab immer Menschen, die nicht an mich geglaubt haben, die mich niedermachten, diesen kleinen verzweifelten Menschen, tief in mir drinnen bestärkt haben und ihn mit ihren Worten und Taten Wasser gaben, damit sein Same aufkeimt und wie Unkraut in mir wuchert. Ein ausschlagg

Tokophobie

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  Toko… was? Was genau bedeutet das? Ich möchte dieses Mal ein Thema behandeln, welches für mich neu ist, mich dennoch in den letzten Jahren immer wieder beschäftigt hat ohne, dass ich es wirklich wusste. Schwangerschaftsparanoia. Die Angst davor schwanger zu werden oder schwanger zu sein.      So wirkliche Angst schwanger zu sein hatte ich genau zweimal bis jetzt in meinem Leben. Das erste Mal war ich Zwanzig. Ich hatte mich auf ein Erlebnis mit einem Mann eingelassen auf das ich im Nachhinein nicht wirklich stolz bin, ich kann dazu nur sagen, dass ich damals sehr schwach war und ich mich schnell um den Finger wickeln ließ… Dieser Mann war berüchtigt für seine vielen Bettgeschichten, dass er fast jede Frau ins Bett bekam, die er wollte und schon fast jede gehabt hatte. Die Frauen waren in den Erzählungen der anderen natürlich alle selbst schuld, dumm und irgendwie auch Schlampen, nun gut, ich war dann eine von ihnen. Ich schämte mich im Nachhinein in Grund und Boden, dass ich es auc