Dämonen #pastweeks01

Dieser Text ist einer meiner ersten, die ich verfasst habe. Er stammt aus dem Jahr 2016. Ich teile diese Ansichten mittlerweile nicht mehr in diesem Ausmaß, aber ich wollte ihn nicht überarbeiten. Auch hier spreche ich wieder eine Triggerwarnung aus und Leute, die emotional instabil sind, sollten den Beitrag vielleicht besser nicht lesen.


Manchmal weiß ich nicht mehr, was ich mit mir tun soll. Es sind so viele Gedanken und Emotionen in mir, die ich nicht kontrollieren kann. Sie sagen mir Dinge, fordern von mir Sachen, die nicht gut für mich sind. Sie versuchen mich zu befehlen, und ich versuche ihnen Stand zu halten. Sie dürfen mich nicht in Besitz nehmen, denn sie sind böse. Es fühlt sich an, als würde der Teufel oder irgendwelche bösen Dämonen in mir wohnen, die mir Dinge zuflüstern und mein Verhalten und mich kontrollieren wollen. Manchmal ist da auf einmal dieses kleine verspielte Kind, was herumalbert, sich über Sachen freut, die völlig banal sind und die ganze Zeit einfach nur herumkichert und dumme Dinge anstellt. Dieses Kind bekommt Lachanfälle wie in einem Marihuana Rausch. Einfach lachen, lachen, lachen. Über alles und jeden. Und dann ist dieses Kind auf einmal verschwunden, weg, wie vom Erdboden verschluckt und danach kommt ein ernster depressiver Mensch in mir hervor, der alles als sinnlos ansieht, mir Schmerzen zufügen möchte und mich ganz in seinem depressiven Wahn verschluckt. Das einzige, woran ich in diesem Moment denken kann, ist, dass ich nicht mehr leben will. Die größten Selbstmord- und Selbstverletzungsgedanken treiben mich in diesem Zustand. Aber ich will eigentlich nicht sterben oder mich selbst verletzten. Zum Glück sagt das die noch größte und lauteste Stimme in mir. Noch. Wird sich das irgendwann ändern? Wird diese Stimme irgendwann leiser und leiser werden? Bis dann nur noch die Stimmen da sind, die mir schlechtes wollen, die mich befehlen mir böses zuzufügen? Es gibt außerdem noch eine dritte Stimme, eine Emotion, ein weiteres Kind in mir. Das Kind der Wut. Das ausrasten möchte, herumschreien, sich austoben, Sachen zerstören möchte. Jetzt, hier, gleich. Das gerne Leute anschreit, mit Sachen herumwirft. Die Stimme der Impulsivität. Dieser kann ich zum Glück bereits am besten Stand halten. Sie kommt zwar in mir hoch, aber in den besten Fällen ignoriere ich sie einfach. Es fällt mir aber nicht immer leicht, dies zu tun, da sich ein innerer Druck in mir aufbaut, der manchmal, bei anderen, vielleicht viel kleineren, banaleren Dingen, aus mir herausbricht. Ein Blick, ein Satz, eine falsche Annahme meinerseits und das Lava der Impulse bricht aus dem Impulsivitätsvulkan aus. Dann hilft nur noch sich die Haut aufzuschneiden, und über das Blut das herausquirlt, den Druck abzubauen. Die Entspannung ist größer als der Schmerz und eigentlich ist es auch ganz gut, dass ich Schmerzen spüre. Schließlich habe ich es auch irgendwie verdient. Sich nicht mehr unter Kontrolle zu haben – das muss bestraft werden. Das sagen zumindest die Gedanken in mir. Das Böse.

Wenn aller Rausch vorbei ist und ich wieder einen neutralen Blick auf mich habe, das Gute wieder die Oberhand gewonnen hat, stelle ich mir oft die Frage, ob das wirklich Ich war. Dass was gerade noch so sehr in mir gewütet hat. Das kann doch nicht alles ich gewesen sein.

Vielleicht bin ich das gar nicht? Ich würde mir doch selber nie etwas antun wollen. Oder?

Manchmal möchte ich mich selbst verlassen, aus dem Gefängnis ausbrechen, zudem ich ein Leben lang verdammt bin. Das ist die Höchststrafe. Lebenslang. Mit mir selbst auskommen. Es gibt nichts Schlimmeres. Ich hasse mich selbst und ich möchte sterben.

 

Kommentare

  1. Betfair Casino Review (2021) | Online Gambling in India
    Betfair Casino India Review 포항 출장안마 ⭐ Welcome Bonus 제주 출장샵 up to Rs. 500 ⭐ Games ⭐ Roulette ⚡️ 통영 출장샵 Instant Play 경산 출장샵 ☆ Welcome Bonus up to 보령 출장안마 ₹450!

    AntwortenLöschen

Kommentar veröffentlichen

Beliebte Posts aus diesem Blog

Mein Körper gehört mir! - Oder?

Von Veränderungen, Entscheidungen und die Kunst Loszulassen

Tokophobie