Mondschein #pastweeks02

Ein Text aus dem Jahr 2016. Damals litt ich unter großen Liebeskummer und habe zu Papier gebracht, wie ich für eine Person damals empfunden habe.

Triggerwarnung (!) für diejenigen die momentan sehr emotional instabil sind oder unter schlimmen Liebeskummer leiden.


Wenn ich dir meine Liebe gebe, dann schätze dich glücklich. Es ist nicht leicht, diesen Platz bei mir zu bekommen. Ich finde viele Männer gut, aber nur einen kann ich lieben. Und wenn du dieser Mann bist, dann bist du der Einzige, mein Ideal, die Erfüllung meiner Träume für mich. Es gibt keinen der besser wäre als du. Du bist die Vollkommenheit meiner Vorstellungen, meiner tiefsten Wünsche. Ich will nur dich und sonst keinen. Du bist der Mondschein in meinen dunkelsteten Nächten. Der Wegweiser auf einem abgelegenen Pfad.  Ich komme selbst mit mir nicht aus, aber da bist zum Glück noch du. Du. Den ich über alles liebe. Mein Rettungsboot, mein Anker, mein Retter in der Not. Ich setze alle Karten auf dich. Ich versinke im Ozean der Gefühle und Emotionen, der bösen Gedanken, und du bist der Einzige der mich dort rausholen kann.



Wenn ich nach deiner Hand greife wird alles gut. Das weiß ich. Ich kann das spüren. Weil uns etwas Magisches verbindet. Du bist für mich bestimmt worden, von einer höheren Macht. Mich wieder rauszuholen aus das, was mich sonst umbringen würde. Halte mich einfach. Umarme mich, halte mich ganz fest. Lass mich wieder spüren, dass ich da bin. Dass ich lebe. Dass ich stärker bin, als die Emotionen in mir, die mich erdrücken, mich umbringen wollen. Vor dir haben diese Emotionen Angst. Sie fürchten sich vor deiner Liebe. Deine Liebe tötet sie, löscht sie ganz aus, denn dein Speichel deiner Küsse ist wie ein Gift für sie. Sie werden kleiner und kleiner bis sie ganz verschwunden, aus mir gefahren sind. Und nur du bist die einzige Waffe gegen sie. Deshalb brauche ich dich. So sehr, weil mein Leben davon abhängen könnte. Wenn du nicht da bist, werden die bösen Emotionen in mir stärker, sie verdoppeln, verdreifachen sich in Windeseile. Sie breiten sich überall in meinem Körper aus, fressen sich in meine Gedanken, bestimmen über mich. Ich bin machtlos gegen sie, denn ich verabscheue mich selbst. Zum größten Teil, ein kleiner Teil in mir, die gute Stimme in mir holt mich im letzten Moment aus der Situation, sagt mir, dass ich leben will. Doch die gute Stimme ist nicht für ewig beständig. Sie hat nur eine begrenzte Macht gegen das Böse. Sie könnte eines Tages nicht mehr laut genug sein, gegen die anderen bösen Stimmen, die mich umbringen wollen, mir nichts Gutes wollen. Denn eigentlich will ich mich selbst nicht. Deshalb brauche ich jemanden, der mich will. Von ganzem Herzen. Und ich würde alles dafür tun, dass du mich willst. Ich will der Diener deines Herzens sein. Ich würde einfach alles tun, um dich halten zu können, dass du mich nicht verlässt. Davor habe ich am meisten Angst. Die Verlustangst, die Angst des Allein Seins ist so groß. Ich will alles richtigmachen, nur das tun, was dich auch glücklich macht, doch ich weiß, dass ich das niemals schaffen werde. Wie kann ich dich nur halten? Das ist die größte Frage, die mich quält. Ich hoffe deine Liebe ist so groß zu mir, dass du das mich aushältst. Die Vorstellung, dass du mich genauso verabscheust, wie ich mich selbst, dass du mich genauso ablehnst, wie ich mich, ist grausam, so grausam, dass ich es kaum aushalte. Ich würde dann lieber jemand anderes sein, sodass ich mit dir weiterleben kann, als länger ich zu sein. Denn wenn du mich ablehnst, mich verabscheust, dann wirst du Teil des Bösen. Dann bist du genauso grausam wie die Emotionen in mir, dann willst du mich auch umbringen, mich in den Abgrund stoßen, und doch kann ich nichts weiter tun als dich zu lieben. Ich hoffe du entscheidest dich für mich. Deine Entscheidung ist alles für mich. Kannst du das verstehen?

Ich hoffe es. Ich hoffe, dass ein kleines Fünkchen, der Verständnis für meine wirren Vorstellungen über Liebe bei dir aufblitzt. Nur ein Wenig.

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